Von Scannern, Polymathen und den Renaissance Men

Im Kontext von Projekt- und Akquisetätigkeiten der letzten Wochen, wurde meine besondere Aufmerksamkeit immer wieder auf ein Spannungsfeld gerichtet, das den aktuellen Bildungs- und „Business“-Diskurs betrifft.

Schaut man sich die „Bachelor- und Masterisierung“ durch den Bolognaprozess an, so manifestiert sich der Eindruck, dass Spezialisierung – je früher, desto besser – die entscheidende Lösung zukünftiger Probleme sein soll. Studierende können sich so bereits frühzeitig auf Online-Marketing oder vielleicht sogar noch enger gefasste Aufgabenbereiche festlegen und bekommem dazu ein Bild überaus goldener Karrieremöglichkeiten gemalt.

Um den Erfolg der deutschen Wirtschaft auch in Zukunft zu sichern, wird allerdings ebenso stark der Bedarf nach neuer Innovationsstärke betont. An dieser Stelle ist es nun einmal wieder geboten, Herrn Schumpeter von 1912 zu zitieren:

„Das Alte auf eine neue Art und Weise tun, das ist Innovation“
– Joseph Schumpeter

So schnell und einfach der Satz geschrieben ist, so weitreichend auch seine Bedeutung.

Aus diesem Zitat wird unmittelbar klar, dass die Entstehung von etwas Neuem durch Innovation, auch die Kenntnis des »Alten«, also den Aufbau auf vorhandenem Wissen, vorraussetzt.

Es legt außerdem nahe, dass Innovation unmittelbar mit Wissenstransfer zusammenhängt. Das bedeutet, Erkenntnisse und Beobachtungen in einer bestimmten Domäne, unter Einsatz von Denkfähigkeit, auf eine andere Domäne zu übertragen.

Betrachtet man nun die oben angesprochene Spezialisierung und das Expertentum als Tiefe Kenntnis einer Domäne, wird unmittelbar ersichtlich, dass daraus keinerlei Innovation möglich wird.

Denn man rührt doch immer im gleichen Brei, oder kocht immer wieder die gleiche Suppe, anstatt etwas Neues zu erschaffen.

Spezialisierung kann also nicht innovativ sein, wenn keine »Transferklammer« um dieses Expertenwissen herum existiert.

 

Hier kommt nun die roqsta-Philosophie ins Spiel.

Im Laufe meiner persönlichen Entwicklung, die schon frühzeitig von Mentoren und Coaches begleitet war, wurde irgendwann evident, dass ich ein »Scanner« bin. Das ist neumodisch für »Polymath«, oder auch den Archetypen des »Renaissance Man«. Also jemand, der sich in vielen Domänen schnell tiefes Wissen und Verständnis aneignen kann und dieses einzusetzen weiß.

Genau hieraus hat sich auch das Selbstverständnis von roqsta entwickelt.

Generalismus ist unsere Art der Spezialisierung. Wir sind in der Lage, zusammen mit Experten und Spezialisten für die Herausforderungen unserer Kunden herausragende, innovative Lösungen zu finden und dabei nicht bloß in der selben Suppe nach Lösungen zu suchen.

Unser – dem ganzen vielleicht zunächst widersprechend erscheinende – Claim der »Digital Transformation Experts« ist lediglich der Tatsache geschuldet, dass Kunden heute ihre Dienstleister auf andere Weise aufsuchen, als es früher der Fall war. Anstelle einer breiten, noch eher unbestimmten, Suche, haben sie häufig bereits sehr präzise Anforderungen und Vorstellungen gegenüber ihrer Dienstleister. Dieses enge Suchfeld gilt es also zu identifizieren, um Kunden an genau der Stelle abzuholen, an der sie sich gerade befinden. Und das ist zurzeit eben speziell der Bereich der „digitalen Transformation“.

Was oft aber erst im Laufe der Beratung klar wird ist, dass womöglich erst an einer ganz anderen Stelle angesetzt werden muss, um letztlich zu dem Ziel der digitalen Transformation zu gelangen. Daher muss vor Erreichen des Spezifischen, zunächst wieder das Breite betrachtet werden, was häufig auch als »Flipping the (Sales-) Funnel« bezeichnet wird.

Unter Einsatz unseres breiten Wissens und in Zusammenarbeit mit Experten, setzen wir uns also mit roqsta dafür ein, gemeinsam mit dem Kunden die optimale Lösung für das Problem zu finden. Roqsta ist daher nicht nur bei der digitalen Transformation, sondern überall dort, wo eine »Transferklammer« über Spezialisten und Experten benötigt wird, der ideale Partner.